Unsere Forderungen

Wir brauchen Investitionen in den ÖPNV, in die P&R Infrastruktur, vielleicht auch in eine City-Maut. Das sind die einzigen Instrumente, die eine Verkehrswende (weniger Verkehr im Stadtzentrum) herbeiführen. Aber wir brauchen keine Mainkai-Sperrung, die alle unsere Verkehrsprobleme über Jahre verschärft, Mega-Staus und damit Todesfälle verursacht und uns mindestens 10 Jahre beim Umsetzen einer Verkehrswende zurückwirft. Frische Luft am Mainkai ist es nicht wert, Menschenleben zu riskieren, für die irren Stauerzeugungs-Ideologien der Fundamentalisten in der RadfahrerLobby schon gar nicht.

Schluss mit der Gefährdung von Notfallpatienten, Schulkindern und Radfahrern

Den Tod von Kindern, Radfahrern, Schwerverletzten einfach so in Kauf nehmen, weil man "wertvolle Fläche gewinnen" will, weil man den Forderungen der RadfahrerLobby nachkommen will, die absichtlich Stau-Erzeugung als Mittel zur "UmerziehunG" von Pendlern betrachtet - das kann niemand verantworten.

Die Verkehrswende muss Vorrang vor der Mainkai-Sperrung haben

Eine Verkehrswende kann es nur dadurch geben, dass der Verkehrszufluss von außen reduziert wird. In dieser Hinsicht kommt die Frankfurter Verkehrspolitik schon seit Jahren keinen Schritt vorwärts. Der ÖPNV ist ein Trauerspiel in Hinsicht Tarifsystem, Taktung, Anbindung und Digitalisierung, eine Park&Ride-Infrastruktur gibt es nur rudimentär und eine City-Maut wird aktuell von der Gesetzgebung verhindert.

Die Verkehrswende - eine signifikante Reduzierung des Verkehrsaufkommens im Stadtzentrum - muss Priorität vor einer Mainkai-Sperrung haben. Eine Mainkai-Sperrung darf erst dann in Angriff genommen werden, wenn es durch Maßnahmen im ÖPNV und in der Park&Ride-Infrastruktur gelungen ist, das heutige Verkehrsaufkommen im Stadtzentrum um mindestens 30% zu reduzieren.

Alle Investitionen müssen sich auf den ÖPNV und auf die Park&Ride-Infrastruktur, möglicherweise auch auf eine City-Maut(wenn die gesetzlichen Voraussetzungen dafür da sind) konzentrieren.

Schluss mit der Ungerechtigkeit

Sachsenhausen erträgt bereits die Lasten des Flughafens mit der höchsten Lärmbelastung der Stadt. Sachsenhausen erträgt jeden Tag den Durchgangsverkehr von hunderttausenden Pendlern die über die A3 und die A5 kommen und in der Innenstadt arbeiten, erträgt jeden Tag unzählige Betonmischer, die über den Schaumainkai zu den Baustellen in der Innenstadt fahren.

Es kann nicht sein, dass ein paar hundert Bürger am Mainkai jubeln, weil sie keinen Verkehr mehr vor ihrer Haustür haben und dass 60.000 Sachsenhäuser Bürger auf der anderen Mainseite den Preis dafür bezahlen, indem sie noch zusätzlich belastet werden, obwohl sie bereits die höchste Belastung ertragen.

Schluss mit der "Alles für die Radfahrer, für alle anderen nichts"-Politik

Grüne Politiker versprechen den Bürgern mehr Platz auf den Bürgersteigen, Platz für Außengastronomie, mehr Grün - mehr Büsche, Bäume und Grünflächen. Das ist glatter Wahlbetrug. Überall in der Stadt werden KFZ-Fahrspuren umgewidmet, Fußgänger und Anwohner gehen dabei leer aus, mehr Grün gibt es nirgendwo. Überall entstehen überdimensionierte Radwege mit extrem viel Platz für Radfahrer, den sie überhaupt nicht benötigen. Anwohner und Fußgänger schauen in die Röhre, für sie gibt es nichts, nur eine höhere Verkehrsdichte vor ihrer Haustür, weil der KFZ-Verkehr sich auf einer engeren Fläche drängt.

Damit muss Schluss sein. Wenn Fahrspuren umgewidmet werden, muss die Hälfte der Fläche den Anwohnern und Fußgängern zugordnet werden, muss ein Teil der Fläche für Begrünungen genutzt werden.