Mainkai-Sperrung:

"Sachsenhausen wehrt sich"

Um was geht es?

Die eine Hälfte der Grünen will den Mainkai sperren um "wertvolle Flächen" zu gewinnen, die andere will mit der Mainkai-Sperrung Mega-Staus in Sachsenhausen erzeugen, um Pendler zum Umsteigen auf andere Verkehrsmittel zu zwingen.

Der Uferstraßen-Verkehr soll nicht unter der Erde verschwinden wie in anderen Städten, er soll einfach den Bürgern in der Innenstadt und in Sachsenhausen aufgedrängt werden. Sie sollen den Preis für diese dreiste Vorgehensweise bezahlen - indem man ihnen die Verkehrsmassen vom Mainkai in ihre ohnehin schon überlasteten Straßen drängt.

"Autos haben im Stadtzentrum nichts zu suchen" sagt die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Verkehrsausschuss - und fordert im nächsten Satz, dass der Mainkai-Verkehr - das sind 20.000 Fahrzeuge pro Tag, eine etwa 100 km lange Schlange eng hintereinander aufgereihter PKWs und LKWs - vom Mainkai weggenommen und ins Stadtzentrums verlagert werden muss - vor allem in die Innenstadt und nach Nordsachsenhausen.

Die Verkehrsmassen einer Hauptverkehrstraße ins Stadtzentrum verlagern - ausgerechnet dorthin wo andere Städte große Anstrengungen unternehmen, um den Verkehr zu reduzieren - das ist die dümmste Verkehrswende in Deutschland. Konsequenter kann man sein eigenes Ziel - ein autofreies Stadtzentrum - nicht konterkarieren.

100.000 Bürger im Stadtzentrum werden für dumm verkauft. Im Wahlkampf wurde ihnen wenigr Verkehr und mehr Lebensqualität versprochen. Die gibt es nicht. Stattdessen kommen die Verkehrsmassen vom Mainkai - noch mehr Blechlawinen, noch mehr Lärm, noch mehr Abgase.

Diese Verkehrsmassen werden sich jahrelang in unserem Stadtzentrum etablieren, werden eine Verkehrswende über viele Jahre verhindern, weil alle Maßnahmen (ÖPNV, Park&Ride Infrastruktur, CitiMaut etc.), mit denen man sie aus dem Stadtzentrum wieder herausbekommt, jahrelange Planungs- und Umsetzungs-Zyklen haben.

Mit der Mainkai-Sperrung wird kein einziges unserer Verkehrsprobleme gelöst aber alle, die wir haben, werden drastisch verschärft. Diese Maßnahme steht in einem krassen Gegensatz zu den von der Stadt erklärten Zielen, eine für die Menschen lebenswerte, nachhaltige Stadt zu sein.


Verkehrspolitik für ein paar hundert Mainkai-Anwohner und gegen 100.000 Bürger im Frankfurter Stadtzentrum

Kurt-Schumacher-Straße

Verkehrspolitik gegen die Bürger in der Innenstadt

Ununterbrochen wird Wahlkampf mit einer autofreien Innenstadt, mit mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität im Stadtzentrum gemacht. Das alles gibt es nicht, kann es nicht geben, wenn die Verkehrsmassen vom Mainkai in die Berliner Straße und andere Innenstadt-Straßen verlagert werden. Statt Lebens- und Aufenthaltsqualität kommen die Verkehrsmassen vom Mainkai. Überall im Stadtteil Innenstadt wird alles schlechter, nur am Mainkai nicht.
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Verkehrspolitik gegen die Schulkinder aus Sachsenhausen

Angeblich wird der Mainkai für die Kinder gesperrt. Das ist eine dreiste Lüge. Die einzige Grundschule im Stadtteil Innenstadt liegt am Anlagenring, meilenweit entfernt vom Mainkai. Ausgerechnet am Mainkai, wo es nur wenige Kinder gibt, nimmt man die Verkehrsmassen weg und verlagert sie dahin, wo es die meisten Kinder in Frankfurt gibt - nach Sachsenhausen, dem bevölkerungsstärksten Frankfurter Stadtteil mit den meisten Grundschulen (8) und Schulkindern.
Gartenstraße

Sachsenhausen soll mit Verkehrsmassen und Mega-Staus überzogen werden

Angeblich wird der Mainkai für mehr Lebensqualität im Stadtzentrum gesperrt. Das ist nur vorgeschoben. Wie sollten ausgerechnet zusätzliche Verkehrsmassen dort zu einer besseren Lebensqualität führen. Die Wahrheit finden wir auf den Websites der Frankfurter RadfahrerLobby: Sachsenhausen muss dauerhaft mit Staus überzogen werden, damit "Leute nicht aufs Auto wechseln". Pendler sollen mit Staus schikaniert werden, damit sie andere Verkehrsmittel nutzen.

Eine absurde Umfrage muss als Begründung herhalten

Begründet wird die Sperrung mit einer Umfrage, in der sich angeblich mehr als 50% der Frankfurter Bürger für den gesperrten Mainkai ausgesprochen haben.

Warum wurden Bürger in Eschersheim, Bonames, Niedereschbach und anderen entlegenen Stadtteilen dazu befragt, ob der Mainkai gesperrt werden soll? Sie können den gesperrten Mainkai weder nutzen, noch sind sie von den negativen Auswirkungen betroffen.

Wenn schon gefragt wird, dann müssen die Bürger in den Stadtteilen Innenstadt, Nordsachsenhausen sowie Bahnhofs- und Allerheiligenviertel befragt werden, die den Mainkai nutzen können, die aber auch die negativen Folgen der Sperrung zu tragen haben.

Wurde den Bürgern klargemacht, welche negativen Konsequenzen die Sperrung hat? Umfragen kann man immer so gestalten, dass sie das gewünschte Ergebnis liefern.
Wer fragt
"Sind Sie für einen gesperrten Mainkai?"
wird eine hohe Zustimmungsrate bekommen.

Wer fragt
"Sind Sie für einen gesperrten Mainkai, auch wenn es dadurch zu einer dauerhaften Verkehrserhöhung, zu einer Verschlechterung der Aufenthaltsqualität im Stadtzentrum, ja sogar zu Mega-Staus und zur Verlagerung des Berufsverkehrs in die Wohnviertel unserer zentralen Stadtteile kommt, die den Schulweg für tausende Kinder gefährlicher machen?"
wird ein gänzlich anderes Ergebnis bekommen.

Fatale Kumpanei der Politik mit der RadfahrerLobby

Wer in Sachsenhausen Grün gewählt hat, bekommt jetzt die Quittung:
Die versprochenen Bäume und Grünflächen, den zusätzlichen Platz für Fußgänger gibt es nicht. Stattdessen kommen die Verkehrsmassen vom Mainkai.

Wie weit der Einfluss der RadfahrerLobby in der Frankfurter Verkehrspolitik geht, sehen wir in der Walter-Kolb-Straße: Alles für die RadfahrerLobby, für Fußgänger und Anwohner nichts.

In Sachsenhausen haben die Grünen mit großem Media-Aufwand im Wahlkampf mit der Umgestaltung der Walter-Kolb-Straße um Wähler geworben. Es wurden Youtube-Clips gedreht, Interviews gemacht, viel Geld in eine neue Website mit dem Titel Stadt am Main investiert.

Darauf zu sehen: Viele neue Grünflächen, viele Bäume, Radfahrer und nur ein einziges Auto. Die Wähler werden geködert mit Versprechungen wie

"... mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger", "Neue Bäume werden gepflanzt und die Gehwege stark verbreitert.", "Vor dem Deutschordenshaus entsteht durch den Rückbau der Abbiegespuren eine große attraktive Grünfläche mit Wasserspiel, Pergola und Spielmöglichkeiten.", "... viel Platz für Außengastronomie"

Von diesen Versprechungen wurde mit Ausnahme eines Radwegs NICHTS UMGESETZT. Um den Forderungen der RadfahrerLobby zu entsprechen, wurde der komplette freigewordene Platz, der durch den Wegfall einer Autospur gewonnen wurde, zu 100% dem Radfahrverkehr zugeschlagen, wurden überdimensionierte Radwege mit gigantisch viel Platz für den Radfahrverkehr angelegt, den die Radfahrer überhaupt nicht benötigen und auch nicht verlangen. Radfahrer sind schließlich gleichzeitig auch Anwohner und Fußgänger.

Das ist dreister grüner Wahlbetrug und eine gnadenlose Politik gegen Fußgänger und Anwohner. Statt Grünflächen, Bäumen und mehr Platz auf Gehwegen bekommen sie die Verkehrsmassen vom Mainkai.

Walter-Kolb-Straße 2019

Rote Ödnis statt Bäume und Grünflächen

Wer Grün wählt bekommmt Rot. So sieht die Walter-Kolb-Straße nach der groß angekündigten Umgestaltung aus. Alles für die RadfahrerLobby, alle anderen schauen in die Röhre.

Die Autofahrer sowieso, ihnen wurde 50% Fläche entzogen. Auch für die Anwohner und Fußgänger (die zum Teil ja auch Radfahrer sind) gibt es nichts. Keinen einzigen Quadratmeter zusätzliche Grünfläche, kein zusätzlicher Baum oder Strauch, keinen einzigen Quadratmeter zusätzlichen Platz auf den Gehwegen, kein Platz für Außengastronomie. Und vor dem Deutschordenshaus ist es so öde wie zuvor, von "Wasserspielen" keine Spur.

Mega-Staus am Schaumainkai - eine tödliche Falle für Rettungsfahrzeuge

Wer auf einen gesperrten Mainkai trifft, fährt auf die andere Mainseite in den Schaumainkai. Der überwiegende Teil der 20.000 Fahrzeuge vom Mainkai landet in der einzigen Zufahrtstraße zur Uniklinik und zum Sachsenhäuser Krankenhaus und verursacht dort Mega-Staus. Bei gesperrtem Mainkai verlieren Rettungsfahrzeuge 5, 10, 15 und mehr Minuten am Schaumainkai, das haben wir bereits mit einem Film in 2019 nachgewiesen. Interessiert hat das niemanden, die Befürworter der Sperrung haben einfach abgestritten, dass es diese Staus überhaupt gibt.

Ein Sprecher der Frankfurter Feuerwehr lapidar zu den Mega-Staus, die sich 2019 anlässlich der probeweisen Mainkai-Sperrung morgens und abends am Schaumainkai gebildet haben:

"Es kommt immer wieder vor, dass Patienten in Staus in Rettungsfahrzeugen versterben."

Unsere Koalitionspolitiker von Grünen, SPD, FDP und Volt kennen diese Feststellung der Feuerwehr und ignorieren sie.

Wie verantwortungslos, wie skrupellos muss man sein, wenn man im Stadtparlament dafür stimmt, dass die Verkehrsmassen vom Mainkai ausgerechnet in die Straße verlagert werden, die zur größen ud wichtigsten Klink in Frankfurt führt, wenn man den Tod von hilflosen Notfall-Patienten billigend in Kauf nimmt - für eine Bespaßungs-Fläche am Mainkai.

Kreuzung Schweizer Straße / Schaumainkai 2019

Kreuzung Schweizer Straße / Schaumainkai 2019

Staus anlässlich der probeweisen Mainkai-Sperrung 2019

Auf diese Situation treffen Rettungsfahrzeuge bei gesperrtem Mainkai:

Große Verkehrsmassen werden auf die südliche Mainseite gespült, zwei, manchmal drei Staus treffen sich auf dieser Kreuzung, die Kreuzung ist blockiert, was zur Folge hat, dass am Schaumainkai auf allen Spuren alles steht.

Damit ein Rettungsfahrzeug durchkommt, müssen etwa 200 Fahrzeuge auf die Gehwege, zehn manchmal fünfzehn Minuten gehen verloren, die für die Patienten tödlich enden können.

Man kann den Mainkai sperren. Aber nur, wenn man dem Beispiel anderer Städte folgt und den Uferstraßen-Verkehr vorher unter die Erde bringt. Man kann es auf jeden Fall nicht verantworten, eine Hauptverkehrsstraße völlig vorbereitungslos zu sperren und 20.000 Fahrzeuge noch zusätzlich in Straßen zu drängen, die bereits seit Jahrzehnten hoffnungslos überlastet sind.

Machen Sie bei unserer Initiative mit, wehren Sie sich

Lassen Sie es nicht zu, dass das Stadtzentrum und Sachsenhausen mit den Verkehrsmassen vom Mainkai geflutet wird - für eine Bespaßungs-Wiese am Mainkai.

Lassen Sie sich von Politikern nicht für dumm verkaufen, die Ihnen weismachen wollen, dass sich 20.000 Fahrzeuge, die man in die Straßen des Stadtzentrums drängt, sich dort einfach in Luft auflösen oder dass man sie mit "Umleitungskonzepten" einfach wegzaubern kann.

Eine Registrierung verpflichtet Sie zu nichts, es entstehen keine Kosten und Sie müssen auch nicht bei potentiellen Aktionen mitmachen, es sei denn, Sie wollen eine aktive Rolle in unserer Initiative spielen. Ihr Name wird auch nirgendwo veröffentlicht, wenn Sie das nicht wollen. Aber Sie zeigen uns, dass Sie hinter dieser Initiative stehen und nicht tatenlos zuschauen wollen, wie der Magistrat den Verkehr (und vor allem die damit verbundenen Belastungen), den er vor der eigenen Haustür nicht mehr haben will, den Bürgern in Sachsenhausen und in der Innenstadt aufdrängen will.

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