Stadtzentrum, Berliner Straße: Verkehrsmassen statt autoarmer / autofreier Innenstadt

Autofreies Stadtzentrum: Oslo vs Frankfurt

Autofreies Stadtzentrum:
Oslo vorne, Frankfurt ganz weit hinten

Die meisten Berichte über Oslo titeln so oder ähnlich: "Norwegen: So wird Oslo autofrei" oder "Oslo: Verabschiedung von der Autostadt". Das ist nur ein Teil der Wahrheit. Im Stern gibt es mehr Details: "Fahrzeuge gibt es weiterhin. Nur die Herrschaftsverhältnisse haben sich umgekehrt. Zu Fuß geht man in der lichten Belleetage, die verbliebenen Autostraßen verlaufen darunter oder gleich ganz im Untergrund."

Tunnels werden gezielt genutzt, um den Bewohnern der Außenbezirke und der Umlandgemeinden den Zugang zum zum Stadtzentrum mit dem Auto zu ermöglichen, damit sie im Stadtzentrum bequem einkaufen, essen gehen und Events, Kultureinrichtungen etc. besuchen können. Der Einzelhandel bleibt damit wettbewerbsfähig, das Stadtzentrum lebendig und die Aufenthaltsqualität hoch.

Frankfurt ist in dieser Hinsicht das genaue Gegenteil. Die Grünen wollen die Bewohner der Außenbezirke und der Umlandgemeinden aus dem Stadtzentrum verbannen. Sie wollen sie mit Staus, Parkplatzverknappung und -verteuerung so schikanieren, dass sie das Stadtzentrum meiden und in den EKZs am Stadtrand einkaufen


Damit entziehen sie dem Frankfurter Einzelhandel etwa 40% des Umsatzpotentials und damit die Existenzgrundlage. Bei einem mittelfristigen Umsatzpotential-Verlust von 40% kann der Frankfurter Einzelhandel nicht mehr wettbewerbsfähig gegen Amazon & Co. sein, das ist völlig unmöglich.

Grüne behaupten, dass dieser Umsatzpotential-Verlust dadurch ausgeglichen wird, dass Radfahrer mehr einkaufen, sobald die Autofahrer verdrängt werden - absurder geht es kaum.

Frankfurter Stadtzentrum, Berliner Straße
Frankfurter Stadtzentrum, Berliner Straße

Verkehrsdezernent Siefert hat durch den Bau von Radwegen die Fahrbahnbreite halbiert, ohne zuvor Maßnahmen zu ergreifen, die den Verkehrszufluss ins Stadtzentrum reduzieren. Damit hat er die Verkehrsdichte verdoppelt, die Stau-, Lärm- und Emissionsbelastung auf ein neues Rekordniveau gehoben.

Wenn es nach den Grünen geht, soll diese ohnehin schon völlig überlastete Straße nach der Mainkai-Sperrung zusätzlich noch Teile des Mainkai-Verkehrs aufnehmen. Damit wird die Stau-, Lärm- und Emissionsbelastung noch weiter erhöht. Auf dem Weg zu einem autofreien Stadtzentrum geht es mit den Grünen weiter rückwärts.