Stadtzentrum, Berliner Straße: Verkehrsmassen statt autoarmer / autofreier Innenstadt

Autofreies Stadtzentrum? Nicht in Frankfurt!

Ein verlängerter Theatertunnel könnte sowohl den Verkehr der Berliner Straße als auch den des Mainkais aufnehmen. Wenn die Zufahrt zu Parkhäusern durch diese Tunnels gewährleistet wäre, könnte man den Niedergang des Einzelhandels stoppen, den Bewohnern aus peripheren Stadtteilen und aus den Umlandgemeinden die Zufahrt ins Stadtzentrum ermöglichen. Damit wären beide zentralen Ziele der Grünen – ein autofreier Mainkai und eine autofreie Innenstadt erreichbar - ohne den Verkehr auf andere Stadtteile abzuwälzen. Die Weigerung, die Berliner Straße zu untertunneln, steht somit im Widerspruch zu den eigenen Verkehrsambitionen der Grünen.

Autofreies Stadtzentrum: Oslo vorne, Frankfurt ganz weit hinten

Die meisten Berichte über Oslo titeln so oder ähnlich: "Norwegen: So wird Oslo autofrei" oder "Oslo: Verabschiedung von der Autostadt" Das ist nur ein Teil der Wahrheit. Im Stern gibt es die ganze: "Fahrzeuge gibt es weiterhin. Nur die Herrschaftsverhältnisse haben sich umgekehrt. Zu Fuß geht man in der lichten Belleetage, die verbliebenen Autostraßen verlaufen darunter oder gleich ganz im Untergrund."

Tunnel werden gezielt genutzt, um das autofreie Stadtzentrum lebendig, den Eizelhandel wettbewerbsfähig gegen den Online-Handel zu halten. Bewohnern der Peripherie und des Umlands können das Zentrum bequem nicht nur mit dem ÖPNV sondern auch mit dem Auto erreichen.

Stellt man in ChatGPT die Frage "Kann man in Oslo durch Tunnels bis ins Stadtzentrum fahren?" , bekommt man folgende Antwort:

"Ja, in Oslo gibt es ein gut ausgebautes Tunnelsystem, das es Autofahrern ermöglicht, direkt ins Stadtzentrum zu fahren. Die Tunnels, wie der Festningstunnel und der Operatunnel, leiten den Verkehr unter der Stadt hindurch, was dazu beiträgt, den Oberflächenverkehr zu reduzieren. Diese Tunnel spielen eine wichtige Rolle, um den Autoverkehr von den autofreien Zonen des Stadtzentrums fernzuhalten, während Autofahrer trotzdem die Möglichkeit haben, zentrale Bereiche zu erreichen."

Oslo vorne: Oslo erreicht ein autofreies, lebendiges Stadtzentrum mit einem wettbewerbsfähigen Einzelhandel durch unterirdische Tunnel und einen dichten, leistungsfähigen ÖPNV.

Frankfurt hinten: Verkehrsdezernent Siefert hingegen blockiert Tunnelprojekte und lässt den ÖPNV verrotten. Das Ergebnis: Rekordwerte bei Staus, Lärm und Emissionen. Ausgerechnet der Vertreter einer Partei, die bessere Aufenthaltsqualität verspricht, hat die schlechteste Innenstadtqualität aller Zeiten zu verantworten.

Frankfurter Stadtzentrum, Berliner Straße
Frankfurter Stadtzentrum, Berliner Straße

Verkehrsdezernent Siefert hat durch den Bau von Radwegen die Fahrbahnbreite halbiert, ohne zuvor Maßnahmen zu ergreifen, die den Verkehrszufluss ins Stadtzentrum reduzieren. Damit hat er die Verkehrsdichte verdoppelt, die Stau-, Lärm- und Emissionsbelastung auf ein neues Rekordniveau gehoben.

Ab 2026 soll diese nun überlastete Straße zusätzlich noch Teile des Mainkai-Verkehrs aufnehmen. Damit wird die Stau-, Lärm- und Emissionsbelastung noch weiter erhöht. Ab 2026 geht es auf dem Weg zu einem autofreien Stadtzentrum weiter rückwärts.